Chronik

Stillensteinklamm

Chronik

Wir schreiben das Jahr 1880. Von dieser Zeit an war eine Wanderbewegung im Gange.

Der Österr. Touristenklub Wien (Ö.T.K) hat mit den Wanderwegen im Wein-und Waldviertel, auch in der Wachau mit der Sekt. Krems-Stein eine ganz starken Verein. Die wiederum geben den Anstoß, im Strudengau eine Sekt. Grein zu gründen. In dieser Zeit gab es auch eine zweite Gruppe die sich ´´Verschönerungsverein´´ nannte. In den nächsten 20 Jahren ging es zäh und langsam in der Stillensteinklamm mit dem Wegebau weiter. Von der Sekt. Grein im Ö.T.K wurde z.B. 1894 die Gobelwarte erbaut.

Infolge verschiedener Verhältnisse und Meinungen, wurden dann beide Vereine aufgelöst.

Im Jahre 1909 wurde die Donauuferbahn Grein-Krems eröffnet. Am 4. Mai 1913 war dann die Gründung der Sekt. ´´Strudengau´´, die bis heute noch besteht. Anwesend war auch der Präsident des Ö.T.K. Franz Eduard MATRAS.

Obmann der Sektion Strudengau wurde k.k. Steuerverwalter Friedrich Neumayr.

1915 wurde die Klamm in das Eigentum der Sekt. Strudengau übernommen. Am 23. August dieses Jahres wurde durch ein großes Unwetter die Steiganlage zerstört. Bis zum Jahr 1918 war die Klamm nur bis zum Zweiten Wasserfall begehbar. Es wurde dann auch der Vorschlag gemacht, die Drahtseile wegen Diebstahlgefahr abzunehmen (Protokollnachweis). Die Brücken über den Gießenbach, der steile Steig zum ´´Stillen Stein´´, der Durchgang und das Anlagen des Steiges um die Granitblöcke war eine Arbeit von 10 Jahren. Am 24. Juli 1932 war dann die Eröffnung der Stillensteinklamm. An diesem Tag war schlechtes Wetter. Nur beim Durchgang der Klamm machte der Regen eine Pause. Ö.T.K. Präsident Matras war überascht von vielen Vertretern auswertiger Sektion. Oberl. Rag. Rat. Rienmüller von der BH Perg hielt am Plateau des Stillen-Stein-Felsen eine Rede und dankte dem Obm. Neumayr und seiner Sektion für die mit Kühnheit in Eisen und Beton konstruierte Weganlage. Eine gemütliche Jause im Gasthaus ´´Aumühle´´ schloss die Exkusion. Mit den Omnibussen wurde dann die Rückfahrt nach Grein angetreten.

Um 1970 übernahm der Tousistenverband Grein von der Sekt. Strudengau die laufenden Arbeiten in der Klamm. Durch die hohen Kosten an Wegen, Stegen, Brücken und Geländern war es der Sekt. Grein unmöglich, die Stillensteinklamm weiter zu erhalten. 1980 wurde von einem angrenzenden Grundbesitzer durch Unvorsichtigkeit im Forstwegebau die Brücke, der Aufstieg zur Klamm und die ´´Steinerne Stube´´ wieder verschüttet. Sie wurde dann nicht mehr wie früher, aber soweit als möglich begehbar gemacht. Im Jahre 2002 gab es das große Donauhochwasser. Auch der Gießenbach in der Stillensteinklamm schoß mit großer Wucht durch die ´´Steinerne Stube´´ und riß die Brücken und den Aufstieg zur Klamm erneut weg. Die Klamm musste gesperrt werden. Der Tourismusverband Grein als Erhalter, sowie die Helfer Gasthof Aumühle, Herr Eder, Herr Temper, Herr Bauer, Herr Wiesinger, Herr Stöger, Herr Furtlehner und Herr Muttenthaler (Roanaschmied) machten es möglich, dass innerhalb von zehn Tagen die Stillensteinklamm wieder durchgehend begehbar wurde.

Grein im März 2005

Auszug von Protokolen von Hans Stöger   Obm. Stelv.

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